Anwalt bei Festnahme / Verhaftung in München

Strafverteidiger München – Fachanwalt Strafrecht München

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Rechtsanwalt Katja Günther

Katja Günther

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Ihr Rechtsanwalt bei Festnahme / Verhaftung

Auch eine Festnahme bzw. Verhaftung stellt einen Eingriff in die Grundrechte eines Menschen dar. Wenngleich beide Begriffe landläufig oftmals synonym verwendet werden, bestehen deutliche Unterschiede.

Eine Festnahme braucht nicht zwingend durch einen Amtsträger zu erfolgen. In diesem Bereich gilt das so genannte Jedermann-Festnahmerecht nach § 127 Abs. 1 StPO. Hier heißt es, dass beim Ertappen auf frischer Tat und gleichzeitiger Fluchtgefahr sowie Nichtfeststehen der Personalien einer Person eine Festnahme erfolgen darf. Einschränkungen bestehen darin, dass sowohl räumlich als auch zeitlich ein unmittelbarer Tatzusammenhang bestehen muss. Sollte eine Festnahme durch einen Nicht-Amtsträger unrechtmäßig sein, so drohen diesem allerdings Anklagen wegen Nötigung, Körperverletzung oder Freiheitsberaubung.

Während das Jedermann-Festnahmerecht im Alltag eines „Normalbürgers“ nur selten zur Anwendung gelangt, sind Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten oder die jeweiligen Sicherheitsbeauftragten in Unternehmen immer wieder mit solchen Situationen konfrontiert. Als Strafverteidiger in München kann es dann beispielsweise darum gehen, die Rechtmäßigkeit und Verhältnismäßigkeit einer Festnahme zu überprüfen.

Einfacher haben es Polizei und Staatsanwaltschaft. Gemäß § 127 Abs. 2 StPO dürfen Personen immer dann festgenommen werden, wenn Gefahr im Verzug besteht oder wenn die Voraussetzungen für einen Haftbefehl gegeben sind. Ein dringender Tatverdacht ist in diesem Fall bereits ausreichend und auch der zeitliche Zusammenhang zur Straftat braucht nicht zu bestehen. Zudem braucht nicht zwingend ein Strafantrag vorzuliegen, um eine Festnahme durch die Polizei vorzunehmen. Zuletzt ist stets auch eine Festnahme möglich, wenn die Identität einer Person nicht einwandfrei geklärt werden kann. Die entsprechende rechtliche Grundlage findet sich unter § 163 StPO.

Eine Verhaftung stellt wiederum keine Festnahme dar, sondern ist lediglich der Beginn einer Haftstrafe bzw. der Vollzug eines Haftbefehls. Faktisch mag der Vorgang derselbe sein, doch muss für eine Verhaftung stets ein Haftbefehl vorliegen, der von einem Richter angeordnet wird.

Abzugrenzen sind der Untersuchungshaftbefehl gemäß §§ 112 ff. StPO, der allerdings nur über einen Zeitraum von sechs Monaten Gültigkeit besitzt, der Unterbringungsbefehl, der sich auf eine psychiatrische Einrichtung oder eine Entziehungsklinik bezieht, sowie der Haftbefehl in der Hauptverhandlung. Ebenfalls existieren der Sicherungshaftbefehl, ein Vollstreckungshaftbefehl und ein internationaler Haftbefehl.

Die juristische Unterscheidung der einzelnen Begründungen kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich sowohl bei Festnahme als auch bei Verhaftung stets um ein- und denselben Akt des vorübergehenden Freiheitsentzugs handelt.

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