Anwalt bei Haft / U-Haft in München

Strafverteidiger München – Fachanwalt Strafrecht München

Ihre Rechtsanwältin

Rechtsanwalt Katja Günther

Katja Günther

Als Rechtsanwältin spezialisiert sich Frau Günther seit über 14 Jahren auf Strafrecht. Durch Ihr Geschick in der Prozessführung konnte sie viele Beschuldigte vor dem Gefängnis oder hohen Geldstrafen bewahren. Frau Günther vertritt Sie mit Feingefühl.

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Ihr Rechtsanwalt bei Haft / U-Haft

Eine Haft beginnt stets mit der Verhaftung und stellt einen Freiheitsentzug gemäß Art. 104 Abs. 2 des Grundgesetzes dar. Da der Eingriff in die Persönlichkeitsrechte schwerwiegend ist, bedarf es stets einer richterlichen Anordnung, des so genannten Haftbefehls.

Die Haft taucht sowohl im Strafrecht als auch im Zivilrecht auf. Zivilrechtlich kann Haft dann verhängt werden, wenn eine eidesstattliche Versicherung abgenommen werden soll. Gemäß §§ 901, 904 ZPO erfolgte die Verhaftung in diesem Fall durch den Gerichtsvollzieher und die Haft darf maximal sechs Monate betragen.

In der Arbeit eines Strafverteidigers kommt Haft naturgemäß meist aus strafrechtlicher Perspektive vor. Man spricht auch von einer Freiheitsstrafe, die gemäß § 38 Absatz 1 Strafgesetzbuch (StGB) zeitlich begrenzt oder aber lebenslang verhängt werden kann.

Streng abzugrenzen von der Haft, die erst nach Verkündigung eines Urteils eingeleitet werden kann, ist die Untersuchungshaft (kurz: U-Haft). Die U-Haft wird – wie der Name bereits sagt – im Rahmen einer Untersuchung verhängt. Sie sichert letztlich das Zustandekommen eines Verfahrens und wird in §§ 112 ff. StPO geregelt. Ziel der U-Haft ist einerseits die Verhinderung einer Flucht eines Verdächtigen, andererseits das Sicherstellen, dass dieser das Verfahren nicht negativ beeinflusst. Der Gesetzgeber spricht explizit von vier Gründen: der Flucht, der Fluchtgefahr, der Verdunkelungsgefahr sowie der Wiederholungsgefahr.

Da für eine U-Haft lediglich der Verdacht auf Vorliegen einer Straftat vonnöten ist, kommt es häufiger zu deren Verhängung als zu einer Haft nach Gerichtsurteil. Nichtsdestotrotz bedarf es auch für die Verhängung von U-Haft eines richterlichen Beschlusses. Zum Schutz der Angeklagten muss die U-Haft im Verhältnis zur zur Last gelegten Straftat stehen und somit auch nicht die zu erwartende Strafe übersteigen. Eine bewährte Alternative stellen die polizeiliche Meldepflicht oder das Entrichten einer Kaution dar.

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