Jugendstrafrecht

Strafverteidiger München – Fachanwalt Strafrecht München

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Anwalt für Jugendstrafrecht

Das Jugendstrafrecht stellt ein Sonderstrafrecht und Sonderstrafprozessrecht dar, dass ausschließlich auf Straftäter Anwendung finden, die zwar strafmündig sind, aber noch nicht als Erwachsene angesehen werden. Salopp formuliert, ließe sich davon sprechen, dass den jugendlichen Tätern durch Verhängung einer Strafe eher ein „Denkzettel“ verpasst werden soll. Kurz gesagt, steht meist der erzieherische Nutzen im Vordergrund und der Gesetzgeber geht davon aus, dass die Verhängung einer Erwachsenenstrafe die Entwicklung schädigen würde.

In der Arbeit als Strafverteidiger ist zu beobachten, dass junge Täter noch nicht immer das notwendig Unrechtsbewusstsein aufbringen. Nach dem Jugendstrafrecht bzw. dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) muss daher vor jedem Verfahren die Verantwortungsreife festgestellt werden. Insbesondere, wenn ein Straftäter gerade erst 14 Jahre alt ist, kann dahingehend entschieden werden, dass das Unrechtsbewusstsein noch nicht ausgeprägt genug war, um ein Verfahren einzuleiten.

Auch in den rechtlichen Folgen unterscheidet sich das Jugendstrafrecht deutlich von seinem Pendant für Erwachsene. So ist jede Verurteilung eines Unter-18-Jährigen auch ein Eingriff in das Erziehungsprivileg der Eltern gemäß Art. 6 GG. Dadurch, dass Jugendstrafrecht als Täterstrafrecht gilt, steht vor Gericht weniger die Tat als die Persönlichkeit des Täters im Fokus und muss ausreichend gewürdigt werden.

Der Anwendungsbereich für das Jugendstrafrecht liegt zwischen dem 14. und dem 17. Lebensjahr. Danach werden junge Straftäter gemäß §§ 105 ff. JGG als „heranwachsend“ bezeichnet und können zum Teil auch schon nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden. Um eine klare Grenzlinie ziehen zu können, finden die Marburger Richtlinien Anwendung, die Kriterien für die Unterscheidung anheimstellen.

In der Praxis als Strafverteidiger in München, zeigen sich Delikte nach Jugendstrafrecht meist in Form von Sachbeschädigung, Ladendiebstahl oder auch Schwarzfahren und Körperverletzung. Hinzu kommen Verstöße gegen das BtMG oder Raub und Erpressung. Hinsichtlich möglicher Maßnahmen gilt zwar weitgehend die Strafprozessordnung (StPO), das Strafmaß ist allerdings deutlich geringer als bei vergleichbaren Taten Erwachsener.

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