Strafbefehl

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Strafbefehl

Für einen Strafverteidiger in München oder einem anderen Ort, lässt das Erlassen eines Strafbefehls darauf schließen, dass es sich um einen leichten Fall von Kriminalität handelt. Beispiele aus der Praxis sind meist Verkehrsdelikte wie das Fahren ohne Führerschein, Trunkenheit im Straßenverkehr oder Fahrerflucht, aber auch Diebstahl, Schwarzfahren, Beleidigung oder einfache Körperverletzung.

In der Tat wurde der Strafbefehl als Vereinfachung des deutschen Strafrechts eingeführt und ergeht in aller Regel schriftlich. Es kann so zu einer rechtskräftigen Verurteilung kommen, ohne, dass dafür eine Hauptverhandlung einberufen werden muss. Der entlastende Effekt auf Richter und Staatsanwaltschaft ist beträchtlich.

Die juristischen Rahmenbedingungen für einen Strafbefehl finden sich in § 12 Abs. 2 StGB. Hier wird deutlich, dass es sich um ein Vergehen und nicht um ein Verbrechen handeln muss. Entsprechend ist auch der Katalog möglicher Sanktionen im Rahmen eines Strafbefehls begrenzt. Zumeist werden durch einen Strafbefehl eine Geldstrafe oder einer Verwarnung mit Strafvorbehalt verhängt. Ebenfalls denkbar sind das Aussprechen eines Fahrverbots oder auch das Absehen von Strafe.

Wird in einem Strafbefehl eine Freiheitsstrafe festgeschrieben, so muss der Angeklagte zum einen einen Straftverteidiger engagiert haben, zum anderen die Strafe zur Bewährung ausgesetzt worden sein.

Um einen Strafbefehl zu erwirken, arbeiten die Staatsanwaltschaft und der Strafrichter eines Amtsgerichts zusammen. Durch den Richter kann das Ausstellen eines Strafbefehls selbstverständlich auch abgelehnt werden.

Wer einen Strafbefehl erhält, kann gemäß § 410 StPO innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen Einspruch einlegen. Es empfiehlt sich stets das Hinzuziehen eines erfahrenen Strafverteidigers. Als Folge des Einspruchs wird eine Hauptverhandlung angesetzt. Ausnahmen bestehen dann, wenn der Einspruch bereits schriftlich begründet wurde. In diesem Fall kann die Staatsanwaltschaft die Klage zurücknehmen oder das Gericht ein Verfahren auch einstellen.

Erst, wenn die Einspruchsfrist von zwei Wochen abgelaufen ist, gilt ein Strafbefehl als rechtskräftig.

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