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Anwalt bei Betrug in München

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Anwalt bei Betrug

Zentral ist § 263 StGB, in dem Betrug als eine Straftat definiert wird, bei der der Ausübende sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschaffen möchte. Wird dies versucht, indem falsche Tatsache vorgespiegelt oder wahre Tatsache entstellt oder unterdrückt werden, so drohen eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.

In den folgenden Absätzen wird dann auch festgelegt, dass bereits versuchter Betrug strafbar ist. Wenn ein versuchter Betrug begangen wird, kann die Strafe im Vergleich zu einem vollendeten Betrug jedoch milder ausfallen. Zudem finden sich Definitionen von besonders schwerem Betrug, bandenmäßigem Vorgehen sowie Regelungen über die Anordnung von Führungsaufsicht gemäß § 68a StGB.

Im Strafrecht unterscheidet man bei Betrug zwischen zwei wesentlichen Tatbeständen, nämlich den objektiven und den subjektiven Tatbestand. Der objektive Tatbestand setzt voraus, dass der Betrüger den Getäuschten durch eine Täuschung über Tatsachen in einen Irrtum führt. Dabei muss der Getäuschte entweder bereits von falschen Tatsachen ausgegangen sein oder aber, wenn er anfänglich noch im Ungewissen war, sich nicht auf das Glatteis führen lassen.

Zudem ist erforderlich, dass das Vermögen des Getäuschten negativ beeinträchtigt wird und hieraus ein Vermögensschaden entsteht. Auch ein eklatantes Missverhältnis zwischen einer erbrachten Leistung und einer Gegenleistung kann als Betrug gelten.

Damit einher geht ein subjektiver Tatbestand. Dieser besteht zum einen im Vorsatz, zum anderen in der Bereicherungsabsicht. Der Täter muss also nicht nur die Täuschungshandlung selbst durchführen, sondern auch den Vorsatz haben, sich durch diese Handlung einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Wenn der erwartete Vorteil dem Nachteil des Geschädigten entspricht, kann davon ausgegangen werden, dass der Täter eine Bereicherungsabsicht hatte. Dies kann auch der Fall sein, wenn der Täter beispielsweise einen Gegenstand zu einem überhöhten Preis verkauft oder einen Kaufvertrag vorsätzlich irreführend gestaltet. Wenn somit der erwartete Vorteil dem Nachteil des Geschädigten entspricht, so ist auf jeden Fall von Betrug auszugehen.

In der Arbeit eines Strafverteidigers in München oder anderswo stellt sich oftmals die Frage nach der Abgrenzung zwischen Betrug und Diebstahl. Letzterer ist dann gegeben, wenn eine Sache einfach genommen wird, während Betrug dafür sorgt, dass der entsprechende Gegenstand aufgrund der entstandenen Täuschung freiwillig übergeben wird. Ebenfalls nicht unter Betrug fallen die Unterschlagung sowie der Trickdiebstahl.

Bei Betrug drohen bis zu 5 Jahre Haft.

Unter Betrug versteht man nach deutschem Recht ein Delikt, dass das Vermögen eines Geschädigten betrifft. Im Strafgesetzbuch (StGB) finden sich hierzu gleich eine Reihe von Paragraphen, die die einzelnen Formen von Betrug regeln und die Sanktionierung festlegen. In Strafverfahren wegen Betrugs ist es wichtig, sich von einem Strafverteidiger beraten zu lassen. Dieser kann eine fundierte Einschätzung der Sachlage vornehmen und die bestmögliche Verteidigungsstrategie entwickeln. Somit kann eine frühzeitige Beauftragung eines Anwalts dabei helfen, das Strafmaß zu minimieren oder sogar ein Verfahren gegen den Beschuldigten zu vermeiden.

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